VIER MEHR KUNST II

8. November 2018

Bente Wolke, geboren 1977, wuchs in Schleswig Holstein auf.
 Nach Ausbildung und Gesellenjahren als Offset – Druckerin studierte sie an der HAW Hamburg Illustration. Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt auf der manuellen Drucktechnik und den Kombinationen verschiedener Stilmittel. Mit einem leichten, reduziert wirkendem Strich der Kaltnadel oder der Feder zeigt sie Protagonisten, die sich in unseren Ur-Elementen bewegen.
 Die limitierten Drucke fasst sie in oberflächenbearbeitete, „gelebte“ Metallplatten ein. Motiv und Metallplatte werden kombiniert und als unikates Bildobjekt zusammengefasst. Bente Wolke lebt und arbeitet freiberuflich in einer ehemaligen Filmvorführerwerkstatt auf Hamburgs Elbinsel Wilhelmsburg.

Hans-Joachim Jungjohann, geboren 1955 in Rendsburg, arbeitete nach seiner Gärtnerlehre als Bootsbauer, Tischler und Zimmermann, bis er sich dann 1985 als Holzfäller selbstständig machte. 1986 begann er mit ersten Drechsel- und Kerbschnitzarbeiten und ab 1990 mit ersten Holzskulpturen. Dem künstlerischen Gestalten mit Holz näherte er sich autodidaktisch. Für Hans-Joachim Jungjohann ist Holz nicht nur ein Werkstoff. Es erzählt ihm Geschichten von Erde und Himmel, vom Werden und Vergehen, vom Menschen und seiner Entwicklung. Es hat ihm Philosophie (Liebe zur Weisheit) gelehrt. Sein besonderes Anliegen ist es, die Ruhe, Schönheit und Kraft, die er beim Gestalten mit Holz erlebt, dem Betrachter erfahrbar zu machen.

Petra Genster, geboren 1957 in Lüdenscheid, studierte Biologie und ev. Theologie. Seit ihrer Jugend ist sie mit Formen und Farben und deren experimenteller Umsetzung in künstlerische Arbeiten beschäftigt. Ihre drei Werkgruppen sind Ölmalerei, Objekte aus Fundstücken und raumgreifende Installationen, häufig in einem politischen Kontext. In ihrer ersten Einzelausstellung 1998 in der Kölner Galerie Paleo mit dem Titel „Ozean“ zeigte sie Objekte aus Treibholzfundstücken. Seitdem hatte sie regelmäßige Einzel- und Gruppenausstellungen im Köln-Bonner Raum. 2017 war sie beteiligt am Weltklimagipfel in Bonn mit ihrer Installation „Die ausgedehnte Macht des Wassers“. 2015 richtete sie sich ihr zweites Atelier in Heikendorf ein.

Christin Karbaum, geboren 1954 in Bretzwil/Schweiz, machte in Basel an der Kunsthochschule für Gestaltung ihr Diplom. Anschließend studierte sie an der Hochschule der Künste Berlin mit Schwerpunkt Malerei und Bildhauerei. Als Kostümplastikerin arbeitete sie an der Deutschen Oper Berlin, an der Hamburgischen Staatsoper und am Ernst-Deutsch-Theater. Seit 1982 ist sie als freischaffende Künstlerin und Dozentin tätig. Ihre Holzschnitte entstehen in erster Linie durch das Auge, welches immer offen und aufmerksam, lebendig im Alltag ist. Ihre Motive kommen aus ihrer direkten Umgebung: Menschen, Tiere, Pflanzen. Ihre Farbwahl ist eine sensible Überlegung, um eine bestimmte Stimmung darzustellen. Christin Karbaum lebt und arbeitet in Westensee.